CDU Staufenberg fordert:

Lumdatalgremien endlich über Bahngutachten informieren

3 Gutachten seit Dez. 2013-aber die Ergebnisse werden den Gremien vorenthalten

Kürzlich spielte das Thema bei der Wahlkampfdiskussion in Allendorf eine Rolle, aber beide Kandidaten gingen ohne klare Positionierung darüber hinweg. Dabei hätte die amtierende Bürgermeisterin durchaus die Möglichkeit gehabt, aufgrund ihres Informationsvorsprunges mindestens auf Gutachten 1 aus 2013 und Nr. 2 aus dem Sommer 2016 einzugehen. Ob Gutachten Nr. 3, das eigentlich im Dez.2016 vorgelegt werden sollte, mehr Hoffnung macht, bleibt offen.

Im September 2016 haben sich die Hauptamtlichen und die Lumdatalbahn AG enttäuscht über das Fazit der seitherigen Ergebnisse geäußert, dass nämlich die Reaktivierung von Lollar bis Londorf aus wirtschaftlichen Gründen ausscheidet. Sofort wurde dem RMV als Auftraggeber unterstellt, die Bahn nicht zu wollen. Dabei müsste allen schon seit 2013 klar sein, dass eine Wirtschaftlichkeit nicht zu erreichen ist, weil die im Gutachten zugrunde gelegten 2200 Fahrgäste pro Tag unrealistisch sind. Die letzte wieder eröffnete Bahnstrecke in Hessen zwischen Korbach und Frankenberg ist von der Struktur annähernd vergleichbar. Dort sind statt der erwarteten 2700 Kunden nur täglich 440 unterwegs. Ein klares Indiz dafür, dass auch in den Gutachten für uns die Erwartungen weit überzogen sind. Der Landkreis Waldeck-Frankenberg wird für die dortigen Riesendefizite laut Vertrag mindestens 20 Jahre lang aufkommen müssen. Will man sich hier auf so etwas einlassen?

Der Fraktionsvorsitzende der Staufenberger CDU Wilfried Schmied richtet deshalb jetzt die Bitte und die Aufforderung an den wahlkämpfenden Alleinbewerber Peter Gefeller, den Stadtverordneten und der Bürgerschaft der Stadt reinen Wein zum Stand der Dinge einzuschenken. Dies hatte er übrigens bereits im Sommer 2016 im Parlament gefordert.Die CDU erwartet in öffentlicher Sitzung Aussagen zu den Ergebnissen der Studien 1 und 2 und wenn vorhanden, auch über die letzte Variante zur verkürzten Strecke mit Endpunkt Allendorf. Darüber hinaus sollte er als Verwaltungschef klar sagen, wie er persönlich in Kenntnis der Ergebnisse zur Sachlage steht. Und schließlich sollte er auch die übliche Kostenträgerschaft für Investitionen und Betriebsdefizite erläutern, für die es bundesweit klare Regeln gibt und die ohne erhebliche Kostenbeteiligung der bestellenden Kommunen nicht denkbar ist. Die Landrätin und die Bürgermeister haben lange genug Hoffnungen geweckt und zugelassen, wo es längst keine Hoffnung mehr gibt. Damit muss jetzt Schluss sein!

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