Heiko Will und seine Frau Karina hatten ein sehr schönes und abwechslungsreiches Programm ausgearbeitet, um den teilnehmenden Kindern (es waren insgesamt 12 im Alter von 7 bis 11 Jahren) die vielfältigen Belange eines heimischen Bauernhofs nahe zu bringen. Das Interesse an der Teilnahme war sogar noch deutlich größer, aber wir hatten schon bei der Planung die Zahl 12 als Obergrenze festgelegt.
Nach einer kurzen Begrüßung durch Berndt Dugall (Bild 1) teilten sich die Kinder in verschiedene Gruppen auf, um an unterschiedlichen Stationen Erfahrungen zu sammeln und auch Aufgaben zu lösen.

Bekanntschaft mit den Nutztieren machten sie sowohl auf der nahegelegenen Wiese, wo die Rinder weideten, als auch im großzügigen Stall, wo wenige Schweine sich auf Stroh mit viel Auslauf bewegten. Sie erfuhren so auch einiges über die verschiedenen Fütterungen (Sommer und Winter) über die Bedeutung der Ohrmarken, oder die täglichen Trinkmengen einer Kuh. Interessantes Nebenprodukt im Stall waren zudem die 25 Schwalbennester, wo man mit etwas Vorsicht auch die Fütterung der Jungen beobachten konnte.
Körperliche Tätigkeit versprach dann der Hindernisparcours, bei dem es darum ging, einen mit Wasser gefüllten Schubkarren so durch und über verschiedene Hindernisse zu bewegen, dass am Ende noch möglichst viel Wasser im Schubkarren verblieb.
Auf größte Begeisterung stieß jedoch das Wettmelken. An einer „künstlichen Kuh“ (Bild 2) konnte hier die Technik des Melkens erfahren werden, und manche Kinder waren dabei so intensiv bei der Sache, dass ihnen hinterher die Finger wehtaten, was sie aber nicht davon abhielt, diesen Platz immer wieder aufzusuchen.

An der vierten Station galt es zunächst, verschiedene Feldfrüchte (Weizen, Hafer, Mais, Raps) zu erkennen (Bild 3).

Danach mussten die Körner in einzelnen Boxen ertastet werden. Anschließend war die Zuordnung zu den verarbeiteten Endprodukten (Mehl, Flocken, Öl) gefragt, wobei insbesondere das Popcorn (jedes Kind bekam eine große Tüte geschenkt) sich großer Beliebtheit erfreute. Ebenso begeistert waren sie von der kleinen Getreidemühle, die es ihnen erlaubte, Weizenkörner zu Mehl zu mahlen. Nicht zuletzt der Umstand, dass die 2 Kilo Weizen komplett vermahlen wurden, zeigte das Interesse.
Auch die Herstellung von Samenbomben für eine Bienenweide fand regen Zuspruch. Aus Pflanzerde Heilerde und Blumensamen Kugeln zu formen, die dann in kleine Töpfe eingesetzt werden konnten, machte viel Spaß, insbesondere dann, wenn die verschiedenen „Zutaten“ mit Wasser zu einer „Pampe“ vermengt werden konnten. (ohne Bild)

Nach all diesen Stationen wurde dann aber eine Trink- und Essenspause eingelegt. Bei Würstchen (wahlweise mit Senf oder Ketchup) sowie Apfelsaft oder Mineralwasser wurde sich bei bestem Wetter für den letzten teil des Tages gestärkt.
Dann brachen alle auf zu einer kurzen Wanderung zu den Alpakas. Ja in Treis werden auch Alpakas gehalten. Auf dem Gelände der Familie Meyer konnte man mit den Tieren hautnah in Kontakt kommen.

Auch gab es dort noch einen kleinen Hindernisparcours (Bachüberquerung auf zwei Baumstämmen, Baumklettern), der ebenfalls gut genutzt wurde.

Danach ging es zurück zum Bauernhof. Dort wurden die Tüten gepackt (jedes Kind erhielt als Geschenk u.a. noch einen Käse), ehe die Kinder dann gegen 16:00 Uhr wieder abgeholt wurden.
Insgesamt war es eine sehr gelungene Veranstaltung, die Dank des Einsatzes der Familie Will sowie von Gisela Schmiedel und Brunhild Wald sehr erfolgreich war. Das auch das Wetter mitspielte (es herrschte durchgängig strahlender Sonnenschein) war schließlich das „I-Tüpfelchen“.

Berndt Dugall

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